DFG/ANR-Bewilligung für IPF-Projekt

Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert Suche nach neuem Therapeutikum bei Idiopathischer Lungenfibrose

Prof. Silke Meiners, Prof. Jürgen Behr

 

Die DFG (Deutsche Forschungsgemeinschaft) und die französische Agency Nationale Recherche (ANR) fördern ein deutsch-französisches Konsortium unter der Leitung von Prof. Silke Meiners und Prof. Jürgen Behr (CPC-M) mit insgesamt 450.000 € Gesamtvolumen. Das Projekt untersucht alternative Proteasomkomplexe mit dem Proteasomenaktivator PA200 als neues therapeutisches Ziel für die Behandlung der Idiopathischen Lungenfibrose (IPF).
 
Der Hintergrund: Kürzlich publizierte Daten aus dem Labor von Silke Meiners zeigten, dass PA200 im Lungengewebe von IPF-Erkrankten stärker vertreten ist. Dieser Regulator ist möglicherweise verantwortlich für die Veränderung der DNA-Struktur (Chromatin-Remodeling) – was zur Entstehung und zum Fortschreiten der IPF beitragen könnte. Um diese Hypothese zu überprüfen, kombiniert das Projekt die translationale Expertise des Meiners Labors und der Gruppe von Prof. Jürgen Behr (CPC-M, Klinikum der LMU) mit der einzigartigen Expertise von Marie-Pierre Bousquet am Institut für Pharmakologie und Strukturbiologie in Toulouse/Frankreich.
 
Die idiopathische Lungenfibrose (IPF) ist eine tödliche Lungenerkrankung, für die es keine wirksamen Therapien gibt über eine Lungentransplantation hinaus. Neue therapeutische Ansätze, die auf einem mechanistischen Verständnis der IPF-Entwicklung basieren, sind daher dringend erforderlich.