Förderung für tierversuchsfreie Forschung

3D-Modell aus menschlichem Lungengewebe soll die Alterung der Lunge nachbilden und chronische Krankheiten erforschen.
Mareike Lehmann mit Gruppenleiterin Melanie Königshoff

Mareike Lehmann (links) mit Gruppenleiterin Melanie Königshoff - © Helmholtz Zentrum München

 

 

Wie können altersbedingte chronische Lungenerkrankungen besser erforscht werden – und das möglichst ohne auf Versuche an Tieren zurückzugreifen? Dr. Mareike Lehmann, Projektleiterin in der Abteilung Lung Repair and Regeneration (LRR) am DZL-Standort München (CPC-M) hat sich dafür ein innovatives Projekt ausgedacht:

Sie entwickelt ein Modell aus menschlichem Lungengewebe, mit dem Tierversuche ersetzt werden können. Dabei sollen die Alterungsmechanismen in der menschlichen Lunge auf zellulärer Ebene nachgebildet werden. Das Ziel: Nachvollziehen, was in der alternden Lunge passiert und welche Mechanismen zu Lungenerkrankungen wie COPD oder Lungenfibrose führen.

Für dieses zukunftsweisende Projekt hat Mareike Lehmann jetzt eine Förderung vom Deutschen Zentrum zum Schutz von Versuchstieren erhalten - 240 000 Euro über drei Jahre. Dafür konnte sie bereits eine Doktorandin für das Projekt einstellen, erste Experimente beginnen im Frühjahr 2020.

Lehmann erforscht in der Abteilung von Prof. Dr. Dr. Melanie Königshoff am Standort CPC-M des Deutschen Zentrums für Lungenforschung (DZL) chronische umweltbedingte Lungenerkrankungen, die vor allem bei älteren Patienten auftreten.