Vierter DZG Munich Day

Gemeinsam die Zukunft der Gesundheitsforschung gestalten

Wie bringen wir innovative Forschung schneller zu den Menschen? Diese Frage stand im Mittelpunkt im Conference Center von Helmholtz Munich. Forschende aus allen acht Deutschen Zentren der Gesundheitsforschung (DZG) in der Region München diskutierten gemeinsam mit Gästen aus Politik, Industrie, Wissenschaft und Klinik über die Erfolge und Zukunft der Forschung.

Botschaft der Bundesforschungsministerin

In einer Videobotschaft würdigte Bundesforschungsministerin Dorothee Bär die wichtige Rolle der DZG für den Forschungsstandort Deutschland. München nimmt dabei eine besondere Stellung ein: Hier sind alle acht DZG vertreten. Also jeweils Forschungseinrichtungen für alle relevanten Gesundheitsbereiche: Psychische Gesundheit, Krankheiten bei Kindern und Jugendlichen, Herz-Kreislauf-, Infektions-, neurodegenerative und Lungenerkrankungen, Krebs und Diabetes.

Im Bereich Lungenforschung legen wir vom CPC-M, dem Standort München des Deutschen Zentrums für Lungenforschung (DZL) in Zukunft einen besonderen Fokus auf KI und virtuelle Lungenmodelle. Dafür sieht CPC-M Direktor Önder Yildirim das CPC-M mit seinen 65 Gruppenleiter:innen seit 2026 beeindruckend gut aufgestellt.

Einen weiteren Blick in die Zukunft der Zusammenarbeit gab Stefanie Dimmeler, Sprecherin des DZG-Vorstands. Im Fokus: stärkere Vernetzung, schnellere Translation und mehr Innovation. Nur ein Beispiel dafür: Noch dieses Jahr soll es auf der DZG-website ein Studienportal für Patient:innen geben - eine zentrale Suchplattform für alle klinischen Studien innerhalb der DZGs.

Besonderer Ansatz:  “AI Meets Drug Repurposing”

Expert:innen aus Forschung und Industrie beleuchteten, wie bereits zugelassene Medikamente in völlig anderen, neuen Krankheitsbereichen genutzt werden können – und wie Künstliche Intelligenz hier helfen kann. Ein beispielhaftes Projekt im Bereich seltener Erkrankungen stellte CPC-M Forscher Kamyar Hadian vor:

In nur wenigen Jahren gelang es, aus einem vorhandenen Immunsuppressivum ein vielversprechendes Medikament für die nicht therapierbare Lungenfibrose bei Kindern (chILD) zu entwickeln.

Preise für den wissenschaftlichen Nachwuchs

Glückwunsch an Alexandra Lenoir & Lena Lagally aus der Gruppe von CPC-M Forscherin Bianca Schaub. Ihr Projekt über molekulare Mechanismen bei Asthma bekam einen Posterpreis!

Fazit: Der DZG Munich Day hat einmal mehr gezeigt, dass die großen Herausforderungen der Medizin nur durch starke Kooperationen und interdisziplinäre Forschung gelöst werden können.