Journalistenpreis Stiftung AtemWeg

Bewegende Geschichten und journalistische Sorgfalt rund um die Lunge
Preisträger und Laudatoren Stiftung AtemWeg

Zum siebten Mal lud die Stiftung AtemWeg zur feierlichen Preisverleihung, diesmal ins High-Tech Conference Center bei Helmholtz Munich. Mit dem Journalistenpreis zeichnet die Stiftung AtemWeg jährlich Medienschaffende aus, die durch ihre Berichterstattung einen wichtigen Beitrag zur Aufklärung über Lungengesundheit, Prävention, Forschung und Therapie leisten.

Manchmal sind es Geschichten, die mehr bewegen als jede Statistik. Geschichten von Menschen, die trotz schwerer Lungenerkrankungen Hoffnung schöpfen, von medizinischen Fortschritten, die Leben verändern, und von Journalistinnen, die diesen Erfahrungen eine Stimme geben. Denn, wie Dr. Michael Frieser, administrativer Geschäftsführer von Helmholtz Munich in seinem Grußwort betonte: „Awareness ist kein Selbstzweck. Awareness führt zu Wissen. Wissen führt zu Prävention. Und Prävention kann Leben retten.“

Den Journalistenpreis der Stiftung AtemWeg erhielten Sophie Menner, Kirsten Girschick und Julia Barthel (BR Data/BR Recherche). Mit ihrem Multimedia-Beitrag über Atemwegserkrankungen überzeugten sie die Jury durch journalistische Sorgfalt und inhaltliche Tiefe. In seiner Laudatio hob Prof. Önder Yildirim, Direktor des Instituts für experimentelle Pneumologie, LMU, München und Vorstand der Stiftung Atemweg, die Bedeutung qualitätsvoller Gesundheitsberichterstattung hervor: „Was diesen Beitrag besonders auszeichnet, ist die gelungene Verbindung aus exzellentem Datenjournalismus, wissenschaftlicher Einordnung und menschlichen Geschichten. Komplexe medizinische Zusammenhänge werden präzise, anschaulich und allgemein verständlich erklärt, ohne dabei an wissenschaftlicher Qualität oder journalistischer Sorgfalt einzubüßen", betonte er.

Darüber hinaus wurden Karen Abel und Anna Zhukovets für ihre Kurz-Doku „Phoenix aus der Asche“ mit dem Sonderpreis der Jury ausgezeichnet. Die eindrucksvolle Dokumentation beleuchtet intensiv persönliche Schicksale, die hinter der Diagnose Lungenkrebs stehen, macht Wissenschaft menschlich und schafft Sichtbarkeit – gegen Vorurteile. „Sie schenkt Betroffenen Mut und eine Stimme jenseits der stigmabehafteten Diagnose“. So würdigte Laudator Prof. Jürgen Behr,  Direktor der Medizinischen Klinik V am Klinikum der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU),  Lehrstuhlinhaber für Klinische Pneumologie an der LMU und Vorstand der Stiftung Atemweg die journalistische Qualität und die gesellschaftliche Relevanz des Beitrags.

Die ausgezeichneten Beiträge zeigen eindrucksvoll, wie Journalismus dazu beitragen kann, medizinisches Wissen verständlich zu vermitteln und das Bewusstsein für die Bedürfnisse von Patientinnen und Patienten zu schärfen.

Foto: Oliver Heuft | Helmholtz Munich